Westfälischer Anzeiger - 20.08.2010 BOCKUM-HÖVEL - Auf 9 000 Quadratmetern Verkaufsfläche
lässt sich eine ordentliche Menge an Waren unterbringen. Beim Handelshof, der
zurzeit an der Römerstraße entsteht, sind das ziemlich genau 80 000
Artikel. „Es gibt nahezu alles, was der Kunde wünscht“, erklärt Jürgen
Bringsken, Geschäftsleiter des Handelshofs, der am 16. September seine Türen für
Großhandelskunden öffnen wird. „Wir liegen voll im Zeitplan“, erzählt Bringsken bei einem
Rundgang durch die Hallen. Noch hängen Kabel von der Decke, die auf Anschluss
warten, die Innenausbauten sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber die
gigantischen Regale, die meterhoch in den Hallenhimmel ragen, sind zum Teil
schon bestückt. „Wir müssen jetzt schon damit beginnen, um rechtzeitig fertig zu
werden“, weiß der Geschäftsleiter aus Erfahrung. Unter dem großen „H“ befinden sich die Eingangstüren zum
Einkaufsparadies für Geschäftsleute. „Vom Kioskbesitzer bis zur Hotellerie
erstreckt sich die Kundschaft“, sagt Bringsken. Hat man den Eingang hinter sich,
wird man (künftig) sofort vom Obst- und Gemüsebereich begrüßt. Salate, Kräuter
und Exoten sind in einem Kühlbereich daneben untergebracht. 365 Tage im Jahr
wolle die Gastronomie Obst- und Gemüse in gleichbleibender Qualität. Diesen
Bedarf will der Handelshof decken. Wer sich über seinen Einkauf noch nicht ganz
im Klaren ist, kann sich im Eingangsbereich einen optischen Eindruck über das
Angebot verschaffen – in einer mit Glasbrüstung versehenen Cafeteria in etwa
vier Metern Höhe. Weiter geht es mit flüssigen Genüssen. „Wir haben 1 115
Weine aus 23 Ländern im Angebot“, erklärt Bringsken. Die Regale sind klar
geordnet. Auf der einen Seite stehen die Flaschen einzeln, direkt gegenüber kann
der Kunde den gleichen Wein Kartonweise mitnehmen. Eine riesige Auswahl gibt es
auch an Spirituosen, gleich ein Regal weiter. „Darunter sind eine ganze Reihe
regionaler Produkte sowie eine große Whiskey-Auswahl.“ Alkoholfreies gibt es
natürlich auch. Allein die Wasserauswahl nimmt etliche Meter Regalreihen ein,
Edelwässerchen inklusive. Danach folgt der Non-Food-bereich. Deko-Artikel, Servietten,
Berufsbekleidung, Fernseher und Laptops sowie Spielzeug, Haushaltswaren und
Büroartikel reihen sich hier aneinander. „Unser Angebot verteilt sich zu 85
Prozent auf den Food- und zu 15 Prozent auf den Non-Food-Bereich“, erklärt der
Geschäftsleiter. Außergewöhnlich wird es wieder in der anschließenden
Fleischabteilung. Zehn Metzger, davon drei Meister, werden ab Mitte September
die Kunden versorgen. „Wir haben nicht nur argentinisches Rindfleisch, sondern
auch Fleisch aus Uruguay, Paraguay, Botswana, US-Beef, polnische und deutsche
Färse und vieles mehr“, schwärmt Bringsken. Der Knüller sei zudem die
100 000 Euro teure Portioniermaschine, die Fleischstücke grammgenau
schneidet. „Von Hamm aus sollen künftig alle 15 Handelshöfe zentral mit
portioniertem Fleisch versorgt werden“, so Bringsken weiter. Ein weiterer Höhepunkt sei auch die Frischfischabteilung. An
einer Theke, die eigens aus Frankreich geliefert wird, soll alles, was Meere und
Flüsse an Fisch und Krustentieren hergeben, angeboten werden. Direkt daneben
ziehen sich schier endlose Reihen von Schränken und Truhen mit Kühl- und
Tiefkühlkost. Aus einem riesigen Kühlschrank können Waren über Türen entnommen
werden, weitere Ware rutscht automatisch nach. Dann geht es auch schon zur Kasse
– insgesamt neun sind zunächst geplant, zehn könnten es aber noch werden. Auch hinter den Kulissen geht es „groß“ zu. 150 Mitarbeiter brauchen Büros,
Umkleidekabinen, Aufenthaltsräume. All das ist noch nicht ganz fertig gestellt.
Ebenso wie die gigantische Heizung und die Lüftungsanlage. Doch bis zum 16.
September – da hat Geschäftsleiter Bringsken keine Bedenken – steht alles für
die Kunden bereit. (uw)

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