HANDELSHOF-IDEENBÖRSE 2008
Schwerpunkt Tiefkühlkost Klassiker & Innovationen
tk-report Handel Handelshof - Nicht stringent im Discount, nicht
schwerpunktmäßig bei Premium: So sieht sich der Handelshof mit seinen 80.000
Produkten im C&C-Markt gut aufgestellt. Die Kölner Handelshof-Gruppe wächst und wächst – nicht
sprunghaft oder sensationell, sondern solide, moderat, kontinuierlich, eben
„gesund“, wie man früher populär sagte. Im Geschäftsjahr 2007 stieg der Umsatz der Gruppe von 614 auf
rund 637 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 3,7 Prozent auf
bestehender Fläche! Eine bemerkenswerte Leistung. Im Räderwerk des Erfolgs bildet die im Jahresrhythmus
stattfindende zweitägige Handelshof-Ideenbörse ein wichtiges Rad. Kluge
Preispolitik und durchdachte Sortimentsgestaltung sind weitere wichtige Momente
des Absatz- und Umsatz-Erfolgs. Dass innerhalb des Food-Segments, das 82 Prozent des
Gesamtumsatzes ausmacht, ein überdurchschnittlicher Zuwachs von 10,4 Prozent auf
Tiefkühlwaren entfielen, verdeutlicht ein weiteres Mal den stabilen Wert und die
Wachstumschancen dieses Sortimentszweigs. Auf der Handelshof-Ideenbörse 2008
präsentierte denn auch jeder fünfte der 125 Aussteller „tiefgekühlte Klassiker
und Innovationen“, wie die Handelshof-Geschäftsleitung mitteilt. Die Handelshof-Gruppe hat seit Jahrzehnten stets die
Tiefkühlkost im Angebot gepflegt und ihrer Kundschaft – vor allem dem
Lebensmittel-Einzelhandel und der Gastronomie/Hotellerie – nahegebracht. Und das
keineswegs aus Ideologie. Vielmehr aus kluger unternehmerischer Erkenntnis und
Weitsicht. Kein Wunder, denn die treibenden Kräfte des Inhaber- und
Geschäftsführer- Gremiums können zurückgreifen auf Praxis-Erfahrungen aus allen
Handelsstufen und auch der Herstellerseite. Ergo scheut sich die Unternehmensleitung nicht, die Reaktion
des einschlägigen Handels auf die (unbestrittene) allgemeine Preissteigerung
ungehemmt zu kritisieren. Durch weiter intensivierte Preisaggressivität und
gestiegene Werbefrequenz (womit speziell der Rummel um Niedrigpreis-Angebote
gemeint ist) setze sich der Handel selbst unter Druck, erläutert der Handelshof.
Das Resultat heiße „Preisdumping“. Offenbar habe der Handel
„aus den Krisen der Vergangenheit keine Lehren gezogen.“ Klüger sei, so
konstatierte Handelshof- Geschäftsführer Wolfgang Baer, das Verhalten von
Hotels, Restaurants und Gaststätten,die „Preissteigerungen zu einem nicht
unerheblichen Teil abzufedern versuchen und somit einen weiteren Anstieg der
Inflation verhindern.“ Nutznießer der Preisdumping-Strategie, so Baer,„dürften
erneut die Discounter sein. Verlierer seien dagegen jene Vertriebskonzepte, die
sich in der Vergangenheit sehr eindeutig hoch- preisig positioniert haben und
jetzt kurzfristig ihre Ausrichtung den Marktgegebenheiten anzupassen versuchen.“
Für die Handelshof-Gruppe zahle es sich in dieser Situation
aus, dass sie weder dem Trend zum Discount-Sortiment noch zu einem
ausschließlichen Hochpreis-Angebot gefolgt ist; ihre Märkte profitieren – nicht
zuletzt aufgrund ihrer Größe – vor allem von ihrer breiten, konsequent auf
Qualität ausgerichteten Sortimentspolitik, die neben zahlreichen
Premiumsortimenten den Preiseinstieg nie vernachlässigt hat. Nicht umsonst verfügen die Handelshof-Märkte mit rund 80.000
Artikeln weiterhin über das umfangreichste Sortiment im Cash& Carry-Sektor.“
Baer hob weiter die große Bedeutung hervor, die für die
Qualitäts- und Sortimentspolitik den qualifizierten Mitarbeitern zukommt.
Entgegen dem Branchentrend hat die Gruppe die Zahl ihrer Mitarbeiter stetig
erhöht: Ende 2007 zählte das Unternehmen 2.117 Mitarbeiter, davon 127
Auszubildende (2005: 2.003/108). Einsparungen bei den Personalkosten seien kein
Allheilmittel, betonte Baer und verwies auf die guten Ergebnisse der vergangenen
Jahre, die ohne engagierte, zufriedene Mitarbeiter nicht hätten erreicht werden
können. Baer verhehlte nicht, dass das Jahr 2008 wohl kaum ähnlich
erfolgreich abschließen könne wie die vergangenen Rekordjahre, die mehrmals in
Folge die besten in der fast 50-jährigen Unternehmens-Geschichte waren. Zu sehr
wirkten sich Preissteigerungen u.a. bei Rohstoffen und Energie nachteilig
unbremsend auf Kauflust und Ausgabenbereitschaft aus. Gleichwohl setzt die bundesweit an 14 Standorten agierende
Handelshof-Gruppe die Suche nach zusätzlichen geeigneten neuen Standorten fort
und hält weiterhin fest an der kontinuierlichen Modernisierung der vorhandenen
Märkte. Dafür investiert die Gruppe jährlich im Schnitt fünf bis neun Millionen
Euro. „Das ist“, so Baer, „eine wichtige permanente Aufgabe, um den sich
ändernden Bedürfnissen der Kunden zu entsprechen und eine hohe Attraktivität des
Angebots sicher zu stellen.“ In der Warenbeschaffung und der Logistik kooperiert
die Handels-hof-Gruppe mit der Edeka. mit freundlicher Genehmigung tk-report
tk report / 11 2008

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