Vertrag in trockenen Tüchern
Lemgo (oli). Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Heinrich-Drake-Schule und dem Handelshof Kanne ist durch Vertragsunterzeichnung geschlossen worden. Diese sieht vor, Schülerinnen und Schüler auf die Arbeits- und Berufswelt ziel-orientiert vorzubereiten. Dem wird eine große Bedeutung beigemessen, da eine verstärkte Berufs-wahlorientierung und ein großer Praxisbezug in der schulischen Bildung angestrebt wird.
Wir wollen die Schüler mehr auf den Arbeitsmarkt vorbe-reiten. Es ist wichtig
für sie zu wissen, wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhält, welche
Kleidung man trägt, oder welche Körperhaltung man einnimmt”, äußert sich Karin
Niederkrome, Schuldirektorin Heinrich-Drake-Schule. Dabei sehen die
Ausbildungschancen für Schülerinnen und Schüler der lippischen Hauptschulen
alles andere als rosig aus. Gerade einmal 13 Prozent der Schüler werden nach
ihrer schulischen Ausbildung durch Vermittlung bei einem
Berufsausbildungsbetrieb fündig. Der Grund dafür liegt auf der Hand.
“Abiturienten und Realschüler werden vorgezogen. Unsere Hauptschüler haben wenig
Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen”, beklagt Karin Niederkrome die
schlechten beruflichen Aussichten der Hauptschüler. Dem will die Heinrich-Drake-Schule mit der Kooperations-vereinbarung
entgegenwirken. In Form unterschiedlicher Aktivitäten beschäftigen sich
Beteiligte der Schule im Rahmen des Schulprogramms der Heinrich-Drake-Schule und
vorgegebener Richtlinien und Lehrpläne mit den Produkten und Strukturen, den
Fertigungs- und Vertriebsprozessen ihres Partnerunternehmens. Ziel dabei ist es,
durch eine stärkere Praxisnähe und größere Handlungsfreiheit den Unterricht zu
stärken. Die Vertreter des Medienzentrums Lage unterstützen die
Heinrich-Drake-Schule in Form der quantitativ und qualitativ individuell
vereinbarten Inhalte der Kooperationsvereinbarung. tina.schell
Lippische Wochenschau - 19. Mai 2007

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