Hausmesse der Handelshof-Gruppe mit 3500 Besuchern
Produzenten und Gastronomen sollen ins Gespräch kommen.
VON BARBARA AUS DER WIESCHE Ein Schlaraffenland auf 5000 Quadratmetern
Ausstellungsfläche – die Gäste der Kölner Handelshof-Gruppe wussten kaum, wo sie
sich zuerst hinwenden sollten, um die Köstlichkeiten zu probieren, die ihnen
gestern auf Schritt und Tritt in der Kölnmesse angeboten wurden und auch heute
noch Lust aufs Schlemmen machen. Die internationale Lebensmittelmittelmesse
anuga (Start 13. Oktober in Köln) biete wegen ihrer Größe wenig Gelegenheit, um
mit den Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen, sagte Handelshof-
Geschäftsführer Wilhelm von Moers. Deshalb gehe sein Unternehmen einen
Sonderweg. Der heißt „Ideenbörse“ und bringt für zwei Tage
Lebensmittelproduzenten und -anbieter, aber auch Händler aus dem Nonfood-Bereich
mit Gastronomen, Hoteliers und Kantinenbetreibern zusammen. „Hier sollen keine Lkw-Ladungen Ware
verkauft werden, wir wollen die Kommunikation fördern“, klärte Messeorganisator
Klaus Riek auf. Der Handelshof setze „gnadenlos und konsequent auf Qualität“,
versicherte Geschäftsführer von Moers: „Wir streben die Qualitätsführerschaft in
der Region an.“ Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete das
Unternehmen den Rekordumsatz von 614 Millionen Euro und damit das beste
Ergebnis seiner Geschichte. Von Moers: „Wir haben mehr Kunden gewonnen und mehr
Mitarbeiter eingestellt.“ 2100 Menschen arbeiten in den 14 Märkten; in die
Personalentwicklung werde „wahnsinnig investiert“. Das mache sich bezahlt, zumal
der Trend zum Service zunehme. So sei das Zuliefergeschäft um 16 Prozent
gewachsen. Trotz der höheren Kosten rechne sich das für die Kunden, sagte von
Moers, sie könnten sich dadurch aufs Kerngeschäft konzentrieren. Auch das
Catering expandiere. Den allgemeinen Preissteigerungen könne sich der Handelshof
nicht entziehen, ein Abfedern durch Einsparungen sei kaum noch möglich. Dafür
gebe es erstmals einen Messerabatt von zehn Prozent auf das gesamte Sortiment.
Die Gruppe hat sich ein kontinuierliches Wachstum verordnet – alle zwei bis drei
Jahre will sie einen neuen Cash & Carry-Markt samt Liefergroßhandel
eröffnen.
Kölner Stadt-Anzeiger / 26. September 2007

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