Exklusive Fleischspezialitäten auf der Handelshof-Ideenbörse 2007
Ende September lud die
Handelshof-Gruppe zu einer Branchenmesse der besonderen Art nach Köln ein. Mehr
als 100 Aussteller informierten die Messebesucher aus Gastronomie, Hotellerie
und Gemeinschaftsverpflegung über neue Trends und Produkte. Mit „Novillitos",
einer Range aus argentinischem Jung-Rindfleisch und Frischgeflügel-Spezialitäten
„Château Du Pont" erweitert Handelshof sein Sortiment von Qualitätsprodukten bei
Frischfleisch. Die Kölner Handelshof-Gruppe mit ihren 14 Cash &
Carry-Märkten versteht sich als Mittler zwischen Anbietern und professionellen
Verwendern, zu denen vor allem Großversorger, Gastronomie und Catering gehören.
„Wir möchten Problemloser für die Branche sein und sehen unsere Kunden als
Partner, denen wir zeitraubende und kostenintensive Aufgaben abnehmen", betont
Dr. Wilhelm von Moers, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmens. Ein
Konzept, das anscheinend aufgeht, wie die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres
belegen. Mit 614 Mio. Euro Umsatz erreichte die Gruppe das bislang beste
Ergebnis in ihrer Geschichte. Bei „insgesamt recht ordentlicher
Umsatzrendite", wie Dr. Moers dabei augenzwinkernd anmerkt. Die konsequente Qualitätsstrategie der Handelshof-Gruppe habe
die Wettbewerbsposition des Unternehmens gestärkt. Das beweise auch die
beständig steigende Kundenzahl in den letzten Jahren. Besonders aus der
Gastronomie-Branche, die einen Anteil von 52,6 % ausmacht, konnten
zahlreiche Kunden überzeugt und hinzugewonnen werden. Einen deutlichen Zuwachs
verzeichnet auch das Segment Catering, bei dem sich ebenfalls ein erfreulicher
Trend zu mehr Qualitätsbewusstsein durchsetzt. Das sei umso bemerkensweiter,
sagte Moers, weil der Kostendruck in diesen personalintensiven Bereichen
keineswegs abgenommen habe: „Der wirtschaftlich Aufschwung in Deutschland ist in
der Gastronomie noch nicht angekommen." Qualität gewinnt gegenüber Für die Handelshof-Gruppe zahle es sich aus, dass man auf
kundenorientierten Service setze und das Spektrum der Dienstleistungen
kontinuierlich erweitere. Erheblichen Anteil an der entgegen dem Branchentrend
deutlich positiven Geschäftsentwicklung hat der Zustellservice
(Liefergroßhandel) des Unternehmens. Was vor Jahren im kleinen Maßstab als
Service für einige wenige Kunden begann, hat sich zu einem eigenen strategischen
Geschäftsfeld mit einem Anteil von 16 Prozent (2006) am Gesamtumsatz entwickelt.
Nicht ohne Grund, wie Dr. von Moers erläutert: „Die Belieferung bedeutet für
eine Vielzahl von Kunden einerseits einen enormen Zeitgewinn, andererseits ist
sie zunehmend auch ein Qualitätskriterium. Denn wir liefern mit speziellen
Mehrkammer-Kühlfahrzeugen und stellen so die Einhaltung der Kühlkette und
optimalen Frische der Waren sicher." Alle Zeichen stehen auch weiterhin auf Wachstum, zumal die
Bereiche Catering, Großgastronomie und Hotellerie kräftig zulegen. Die Cash
& Carry-Märkte des Handelshofes wollen ihr Angebot zukünftig noch stärker
auf die Zielgruppe ausrichten. Der Geschäftsführer geht von einer tendenziell
wachsenden Rolle der Gastronomie aus, weil der Außer-Haus-Verzehr insgesamt in
Deutschland an Bedeutung gewinnt. Der Trend zum Fast Food verliere an Dynamik,
dafür gehe die Entwicklung stärker in Richtung einer gesunden Kost und
qualitativ hochwertigen Ernährung. In dieses Bild passe auch, dass die deutsche
Küche - viele Jahre lang schon fast ein Stiefkind in der Gastronomie - derzeit
einen kräftigen Aufschwung erlebe. Trotz der aktuellen Preisrunden im Lebensmittelbereich wertet
die Handelshof-Gruppe die Rahmenbedingungen für die Großhandels-Branche als
positiv. Dr. Wilhelm von Moers: „Das sich stabilisierende Konsumklima und die
wachsende Wertschätzung von Qualität bestätigen unsere Grundhaltung, keine
Kompromisse bei der Qualität unseres Sortiments einzugehen. Wir beobachten eine
zunehmende Bereitschaft unserer Kunden, sich über Qualität zu positionieren und
mehr Geld in die Hand zu nehmen." Die notwendigen Preisanpassungen im Lebensmittelbereich führt
Dr. von Moers auf zwei Gründe zurück: Zum einen mache sich die Nachfrage
wachsender Volkswirtschaften auf dem Weltmarkt bemerkbar, zum anderen wirke sich
die Nutzung von Agraranbauflächen zur Herstellung von Bio-Brennstoffen auf das
Preisgefüge aus. Ein Abfedern von Preisanstiegen durch Effizienzsteigerung und
andere Einsparpotenziale sei kaum noch realisierbar, denn mittlerweile sind fast
überall die Grenzen erreicht. Handelshof-Lieferservice Für viele Besucher wahrscheinlich noch ein Grund mehr, zur
Ideenbörse nach Köln zu kommen, denn erstmals räumte der Handelshof einen
Messerabatt von zehn Prozent auf sein gesamtes Sortiment ein. Auf annähernd
5.000 m2 Ausstellungsfläche zeigten mehr als 100 Aussteller, darunter
Branchenführer wie Nestle Foodservice,
Kraft-Jacobs-Suchard, Masterfood und Unilever, aber auch
mittelständische und handwerklich produzierende Unternehmen ihre
Neuheiten. Zwei Tage lang wurde an den Ständen probiert, gefachsimpelt und
diskutiert. Für Dr. Wilhelm von Moers besteht gerade im engen persönlichen
Kontakt von Herstellern und Kunden der besondere Wert dieses Messekonzeptes:
„Die Hersteller und Verwender - unsere Kunden also - können bei dieser Messe
unmittelbar auf Tuchfühlung gehen. Wir verstehen uns nicht nur als Händler,
sondern auch als Mittler zwischen diesen Positionen und sehen in diesem Konzept
einen wertvollen Beitrag zu praxisgerechten Produkten und einer höheren
Produktqualität." Ergänzt wurde das breite Food-Sortiment durch zahlreiche
Anbieter aus dem Nonfood-Bereich: Großküchentechnik, Dekoration und
Hygieneprodukte rundeten das Angebot ab. Wenn man nach dem roten Faden sucht, der sich durch das Konzept
der Ideenbörse zog, dann war es wohl der erkennbare Wille der Organisatoren, die
Wettbewerbsfähigkeit der rund 3.500 Besucher aus dem gewerblichen Bereich zu
stärken. Neben Ideen und attraktiven Konditionen bot der Handelshof den
Besuchern ein Kompaktseminar mit dem Schweizer Gastro-Marketingprofi Beat
Krippendorf, der ebenso unkonventionelle wie handfeste Tipps zur Positionierung
im Wettbewerbsumfeld vermittelte. Front- und Show-Cooking sowie die Gelegenheit
zur Verkostung der Produktneuheiten rundeten das Messeangebot ab. Für die kommenden Jahre hat sich die Handelshof-Gruppe ein
kontinuierliches Wachstum zum Ziel gesetzt: alle zwei bis drei Jahre soll ein
neuer Cash & Carry-Markt nebst Liefergroßhandel hinzukommen. Derzeit
investiert Handelshof rund 7 Mio. Büro in den Umbau des Handelshofes in
Köln-Poll, der nach seiner umfassenden Modernisierung mehr als 15.000 m2
Verkaufsfläche haben wird. „Innerhalb der Gruppe wird der Zustellbereich
voraussichtlich überproportional, der Abholbereich insgesamt moderat wachsen",
blickt Dr. von Moers nach vorne. An der Sortimentspolitik hält die Handelshof-Gruppe fest:
Frischwaren auf qualitativ höchstem Niveau, eine breite Auswahl an
Convenience-Produkten, vor allem im Tiefkühl-Bereich, ergänzt durch ein ebenso
breites wie tiefes Food- und Nonfood-Sortiment werden den Kunden auch zukünftig
„alles aus einer Hand" bieten. Fleisch und Geflügel für
das Während Verbraucher zunehmend durch Meldungen zu
„Fleischskandalen" verunsichert sind, setzt Handelshof bereits seit Jahren mit
Erfolg auf den Gegentrend: Top-Qualität bei Frischfleisch durch handverlesene
Lieferanten und exklusive Zuschnitte. Für die Kunden aus Gastronomie und Hotellerie bedeutet dies ein
Maximum an Sicherheit und außergewöhnliche Geschmackserlebnisse. Gleich
zwei Neuheiten präsentiert Handelshof auf der diesjährigen Kölner
Ideenbörse den Fachbesuchern: Die etablierte Eigenmarke für argentinisches
Rindfleisch „Hacienda Horizonte" wird um „Novillito" erweitert, eine Auswahl
verschiedener Zuschnitte vom argentinischen Jungrind. „Novillitos" sind so
feinfasrig und zart, dass selbst aus klassischen Bratenstücken wie Oberschale,
Unterschale oder Rolle hervorragende Steaks geschnitten werden können. Die
weitläufigen und naturbelassenen Weidegründe der Pampa sorgen für einen
unverwechselbaren Geschmack. Mit Novillito bringt Handelshof erstmals in Deutschland Fleisch
von argentinischen Jung-Rindern (die Tiere sind 12 Monate alt und ca. 200 kg
schwer) in den Handel, das deutlich zarter als europäisches Kalbfleisch ist.
„Charakteristisch für „Novillito"-Fleisch ist ein kräftigerer Geschmack in
Richtung Rindfleisch. Derzeit bieten wir zehn Teilstücke von diesem ,Baby-Beef'
an, zu denen auch zwei besonders schmackhafte Grillsteakartikel gehören: den in
Europa eher als Bratenstück üblichen Tafelspitz - in Argentinien als Picanha
bekannt - und das so genannte Bürgermeisterstück", erläutert Dirk Nennen,
Einkaufsleiter für Fleisch, Wurst und Geflügel. Aus Frankreich kommen außerdem Frischgeflügelspezialitäten, die
Handelshof ab sofort exklusiv unter dem Markennamen „Château Du Pont" anbietet.
Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden erstmals Frischgeflügel in
Premium-Qualität, das ausschließlich für Handelshof zugeschnitten und verpackt
wird. Alle angebotenen Frischgeflügel-Artikel stammen aus
kontrollierter Aufzucht festgelegter EU-Fachbetriebe. Die Tiere werden
ausschließlich pflanzlich gefüttert um eine bestmögliche Konsistenz und ein
hohes Geschmackserlebnis zu erzielen. Die Zuschnitte sind für den Profi
optimiert, wie zum Beispiel die teilweise ausgelöste Entenkeule, die gerollt und
ohne Oberschenkelknochen angeboten wird. Das Angebot umfasst ausgesuchte
Zuschnitte von der Ente wie Entenbrust, Keule und Filet sowie
Wachtel-Spezialitäten (unter anderem Wachtelfilets, Wachtelbrust und
Wachteleier) sowie Tauben. Neben diesem deutschlandweit exklusiven Angebot setzt
Handelshof auf die professionelle Beratung im Markt. Jeder der 14 Cash &
Carry-Märkte verfügt über eine eigene Metzgerei, die von einem Metzgermeister
geführt wird. Profis beraten also Profis, so dass kein Kunde Kompromisse bei der
Warenqualität in Kauf nehmen muss. Handverlesene Lieferanten und exklusive
Zuschnitte bedeuten für die Kunden aus Gastronomie und Hotellerie ein hohes Maß
an Sicherheit und stellen die Grundlage für außergewöhnliche
Geschmackserlebnisse dar. Mittelständische Verarbeiter Zu den renommierten mittelständischen Ausstellern auf der
Ideenbörse gehörte unter anderem das Unternehmen „Meister Blumberg's" aus dem
Bergischen Land. Am Stand von „Blumberg's" wurden nicht nur ein breites
Sortiment von traditionellen und deftigen Fleisch- und Wurstprodukte
präsentiert, sondern auch Erzeugnisse mit hohem Conveniencegrad. Zum Beispiel
portionsgerechte Menükomponenten, die sich zeit- und arbeitssparend in der
Großversorgung einsetzen lassen sowie mehrere vorportionierte Bratenvarianten
mit den passenden Saucen. Kernkompetenz von Weil & Sohn sind Schinkenprodukte, mit
denen der Familienbetrieb vor allem Großversorger in Gastronomie und Catering
beliefert. Eine interessante Offerte stellen die Tapasvarianten dar, die in
verschiedenen Zusammenstellungen von Serrano über Pica Pica bis zur Chorizo in
original spanischer Rezeptur erhältlich sind. Bösinger präsentierte am
Messestand vor allem Schwarzwälder Spezialitäten von den bekannten
Schinkenklassikern (roher naturgepökelter Schwarzwälder Schinken) bis zu Roh-
und Brühwürsten. Bösinger Edelschinken zeichnet sich zum Beispiel
durch eine lange Produktions- und Reifezeit von fünf Monaten aus. Auch bei
Bösinger wird die Produktion des Schwarzwälder Schinkens mit der Herstellung
frischer Wurstwaren kombiniert, da bei der Schinkenzerlegung qualitativ
hochwertige Abschnitte anfallen, die sich für die Wurstfertigung bestens
eignen.
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fleisch magazin - 11/2007

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