Handelshof bietet Verkostungen an
Kurz vor Beginn der Anuga prescht die Handelshofgruppe Köln mit einer „Ideenbörse“ vor.
VON B. AUS DER WIESCHE Weil die Anuga nach Ansicht der Kölner Handelshof-Geschäftsführung die
klassischen Gastronomiebetriebe vernachlässigt, bekommen sie kurz vor der
Welternährungsmesse eine Extra-Streicheleinheit. Zwei Tage lang – gestern und
heute – wurde und wird die Branche in der Kölnmesse aufgetischt. Rund 4000
handverlesene Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung
der neun zur Gruppe Köln zählenden NRW-Handelshofmärkte sind eingeladen, sich
auf dem „Boulevard der Ideen“ Anregungen für ihre Speisekarten,
Saison-Dekorationen und die Berechnung von Menüs („Tellerkalkulation“) zu holen.
Dabei wird Verkostung groß geschrieben, „denn auf der Anuga lässt die Industrie
längst nicht mehr jeden an ihre Stände“, hat der Großverbraucherkoordinator der
Handelshofgruppe Köln, Klaus Riek, festgestellt. Sein Unternehmen investiert
265.000 Euro in die Fachmesse. Der Mehrwert für die 115 Aussteller, die 4500
Quadratmeter in der Halle 13/14 belegen: Sie können sich eingehend den Besuchern
widmen und ohne Hektik Geschäfte abschließen. Auch an Unterhaltung fehlt es
nicht. Alsco, Anbieter von Berusbekleidung, schickt dreimal täglich Models auf
den Laufsteg, und die türkische Köche-Nationalmannschaft und der Colonia
Kochkunstverein lassen sich in die Töpfe gucken (und probieren). Um
Betriebswirtschaft und Marketing geht es in der Seminar-Reihe „Pro Mensch“. Die
sei wichtig, so Handelshof-Geschäftsführer Wolfgang Baer, zumal es in der
Gastronomie viele Seiteneinsteiger gebe, denen betriebswirtschaftliche
Kenntnisse fehlten.
Kölner Stadtanzeiger - Nr 227 - 29. September 2005

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