Was Wild ist

Als "Wild" wird jedes jagdbare, an Land und wild lebende Wirbeltier bezeichnet – und natürlich gehören auch Vögel dazu.

Per Definition hat Wild keine Besitzer, es ist herrenlos. Einzige Ausnahme sind die in Gattern oder Umzäunungen gehaltenen Tiere, die aber auch nicht wirklich wild leben, sondern meist zugefüttert werden, was ihr Fleisch etwas fetter macht.

Und um es noch einmal ganz klar zu sagen: Ein Reh ist weder die Frau, noch das Kind eines Hirsches. Sie sind sogar nur relativ weitläufig miteinander verwandt. Ein Reh hat mehr mit dem Elch gemein, als mit dem Rotwild. Aber das nur am Rande.

Was was ist

Die Unterscheidung in Hoch- und Niederwild hat nichts mit seinem natürlichen Lebensraum oder der Körpergröße zu tun, wie viele vermuten. Die Begriffe sind vielmehr in der Zeit entstanden, als es ausschließlich dem ‚Hoch-Adel‘ vorbehalten war, besonders seltene, schmackhafte, vermeintlich edle oder große Tiere zu erlegen.

Und weil die Herrschaften meistens auf dem ‚Hohen Ross‘ saßen, wenn es zur Sache ging, wurden Hirsche, Wildschweine, Fasane, Bären, Kraniche, Adler und sogar Pelikane zum Hochwild ernannt, wohingegen so etwas Profanes wie Hase, Kaninchen oder auch Reh zum Niederwild degradiert wurde und von jedermann bejagt und verspeist werden durfte. Und es ist keineswegs so, dass das Fleisch des Hochwildes besser schmecken würde oder hochwertiger wäre, als das des Niederwilds.