Frische-News Markt & Trends April 2020

FRISCHFISCH

Nordsee Seezunge

Wenig Ware und schlechte Fänge sorgen für einen hohen Preis bei Nordsee-Seezungen.

 

Kabeljaufilet

Nach wie vor sind die Preise bei Kabeljaufilet hoch, durch die Corona-Krise gelangen die Preise bei Tiefkühlprodukten und Beständen unter Druck.

 

Seelachsfilet

Durch die erhöhte Nachfrage nach Kabeljaufilet sind die Seelachsfilet Preise ebenfalls unter Druck geraten. Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich durch die Corona-Krise die Preise entwickeln werden.

OBST & GEMÜSE

Spargel

Wir rechnen mit einer durchwachsenen Saison. Da nicht genug Erntehelfer da sind, kann nicht alles rechtzeitig abgeerntet werden. Das wird zwangsläufig zu höheren Preisen führen, weil man so versucht, den Verlust abzumildern.

Gemüse

Die südeuropäische Saison ist glücklicherweise zu Ende. Normalerweise nimmt ab April die Ernte in Holland, Belgien und Deutschland Fahrt auf. Dies ist natürlich immer witterungsbedingt. Da die Nachfrage wahrscheinlich sehr hoch sein wird, erwartet man sehr hohe Abgabepreise. Genauso wie beim Spargel ist hier der Faktor der fehlenden Erntehelfer nicht einkalkuliert.

FRISCHFLEISCH

Schweinefleisch

Nach einem kurzfristig absoluten Maximalpreis von über 2,-€/kg für Schlachtschweine, sind die Notierungen aktuell, auf Grund der Coronavirus-Einflüsse, wieder deutlich gefallen. Allerdings scheint es sich hierbei eher um eine Panikreaktion aus der Landwirtschaft zu handeln, dass einige Schweine verfrüht (also leichter) zur Schlachtung gebracht werden, und dadurch ein höheres Angebot erzeugt wird. In Fachkreisen geht man davon aus, dass sich die Preise in den nächsten Wochen wieder aufwärts bewegen werden.

 

Auf Grund der aktuellen Nachrichten rund um das Corona-Virus geht fast unter, dass auch die Afrikanische Schweinepest sich immer noch in Europa verbreitet, und zuletzt in Polen unweit der deutschen Grenze bereits in einem Hausschweinebestand aufgetreten ist. Jedoch sind inzwischen durch Zäune entlang der Grenze entsprechende Maßnahmen getroffen worden, welche zumindest aktuell zum Glück ihre Wirkung zeigen, und ein Übergreifen auf Deutschland verhindern.

Frischgeflügel

Wie zuletzt berichtet, ist das Thema Vogelgrippe auch noch nicht ausgestanden. So wurde zuletzt wieder ein Fall in einem Putenaufzuchtbetrieb in Norddeutschland bekannt und führte zu den bekannten Maßnahmen (Keulung der Tiere, Sperrzonen). Allerdings ist der größere Einfluss sicherlich auch hier die Coronapandemie. Die größere Nachfrage der Hamsterkäufe führt gelegentlich zu Engpässen in der täglichen Versorgung.

Rindfleisch / Import / Südamerika

Natürlich hat die Corona Pandemie auch einen Einfluss auf alle Importgeschäfte und somit auch auf Fleisch aus den bekannten Importländern. Dieser stellt sich im Moment jedoch nicht im Ursprungsland dar, sondern eher in der gesunkenen Nachfrage hier in Deutschland bzw. Europa, auf Grund der fehlenden Nachfrage aus der Gastronomie, oder auch Gemeinschaftsverpflegung. Dies führt aktuell zu einem Überangebot, welches die Preise im Moment noch leicht sinken lässt. Wir können jedoch davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen vermehrt Ware zu kleinsten Preisen, aber auch mit sehr kurzen MHD-Daten auf den Markt gebracht werden.

Hier ist also erhöhte Aufmerksamkeit gefragt, und Angebot sollten genau verglichen werden.