Chimichurri

Chimiwas?!

Chimichurri: nie gehört? Helfen Sie sich selbst und sprechen Sie es einfach einmal laut aus, so mit rollendem „rrrr“. Klingt doch schon ganz gut und schickt uns auf direktestem Weg nach Südamerika. Also gute Reise und: Nehmen Sie diese Soße bloß ernst!

Komischer Name, was?

Je nachdem, wem man Glauben schenken mag, stammt das Wort „Chimichurri“ entweder aus dem alten Baskenland, wo „Tximitxurri“ frei übersetzt so viel bedeutet wie „eine Mischung aus mehreren Dingen in keiner besonderen Reihenfolge“ – was uns inhaltlich natürlich keinen Schritt weiterbringt. Oder das Wort ist eine Modifizierung (oder Verballhornung) des englischen „Jimmyʼs Curry“. Wir können zwar nicht genau sagen, wer besagter Jimmy gewesen sein mag, aber da das Chimichurri herzlich wenig mit Curry zu tun hat, wollen wir hier lieber der Basken-Version Glauben schenken.

¡So nicht!

Chimichurri also. Wer jemals in den Genuss südamerikanischer Grillküche gekommen ist, hat mit dieser argentinischen Kräutersoße ziemlich wahrscheinlich schon Bekanntschaft gemacht.

Trotzdem sollten wir an dieser Stelle vorsichtshalber vielleicht schnell mit ein paar Vorurteilen aufräumen und verraten Ihnen sehr gerne, was Chimichurri alles nicht ist:

¡Chimichurri ist kein argentinisches Pesto!

Manche Varianten sehen einem italienischen Pesto vielleicht im Ergebnis ein bisschen ähnlich, damit haben sich die Gemeinsamkeiten aber auch schon, sie schmecken wirklich komplett unterschiedlich. Pesto besteht (zumindest meistens und je nach Rezept etwas abweichend) aus Basilikum, Olivenöl, Knoblauch, Nüssen und Käse. Das Chimichurri hingegen wird aus Öl, Wasser, Essig, Petersilie und unterschiedlichen anderen Kräutern, Gemüsen und Gewürzen hergestellt, ist also deutlich saurer und meistens auch schärfer als sein italienischer Bruder.

Kurz gesagt: Pesto gehört auf die Pasta und Chimichurri aufs Fleisch!

¡Chimichurri ist kein Ketchup!

Das Chimichurri ist auch nicht die argentinische Variante des Ketchups! Die Argentinier benutzen Ketchup genauso wie die vernünftigeren Menschen anderer Nationen auch – sie schütten also keine Unmengen von der Tomatensoße auf ihr gutes Grillfleisch.

Dazu ist nämlich das Chimichurri gedacht! Das darf aufs Fleisch und je nachdem auf die Beilagen und noch mal je nachdem auch einfach als Dip gereicht werden. Und im Umkehrschluss ist das Chimichurri auch nicht dazu da, um Pommes reinzutunken, einen Hotdog zu belegen oder als Hamburgersoße missbraucht zu werden (wobei – das könnte man eigentlich sogar mal probieren, allerdings dann natürlich anstelle von Ketchup …).

Manchmal wird es als Marinade eingesetzt

¡Chimichurri ist keine Marinade!

Zugegeben, manchmal wird es als Marinade eingesetzt, aber in erster Linie wird Chimichurri als geschmacksintensive Soße zu gegrillten Würsten, Fleisch und Innereien gereicht.

¡Chimichurri ist nicht „einfach nur pürierte Kräuter“!

Noch mal: nein! Das Pürieren oder Hacken von Kräutern, Gemüse und Gewürzen macht noch lange kein Chimichurri. Genauso wenig, wie alle Emulsionen auf Ölbasis Mayonnaise sind, ist das Zerkleinern von Koriander, Limetten, Tomatillos, Avocados oder Chipotle im Ergebnis ein Chimichurri.

Aber was genau ist es dann?

Chimichurri ist eine ungekochte, hauptsächlich auf gegrilltem Fleisch verwendete Soße. Es gibt sie sowohl in einer grünen (Chimichurri verde) als auch in einer roten (Chimichurri rojo) Variante. Die Basis der ursprünglich aus Argentinien stammenden Soße ist typischerweise Petersilie, Knoblauch, Oregano und Weißweinessig. Natürlich gibt es unzählige regionale Versionen – die uruguayische zum Beispiel enthält zusätzlich eine ordentliche Portion roter Chiliflocken für den Extrakick.

Argentiniens Chimichurri aber ist nicht nur das beste, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Original – fragen Sie ruhig jeden Argentinier!

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