Obst & Gemüse

Kennen Sie den Unterschied zwischen Obst und Gemüse eigentlich genau?

Die Faustformel: Obst ist meistens süß, wird meistens roh gegessen und ist meistens der Fruchtkörper der Pflanze, also Traube, Apfel, Nuss, Beere usw., außerdem wächst es jedes Jahr an derselben Mutterpflanze nach. Beim Gemüse essen wir eher die Pflanze als ihre Früchte, oder zumindest Teile der Pflanze: Kartoffel, Kohl, Zwiebel, Salatpflanze, Schote usw. Ist das Gemüse geerntet, muss es meistens neu gepflanzt werden.

Sie sehen, Obst und Gemüse sind eine durchaus spannende Angelegenheit...

1. Aubergine

Die Li-La-Laune-Frucht

Die griechische Küche ist ohne sie sowieso vollkommen undenkbar, aber auch die Spanier, Franzosen, Italiener und Portugiesen sind längst auf den Geschmack gekommen. Auberginen schmecken gekocht, gedünstet, geröstet, gegrillt, gebraten, als Püree, in der Suppe oder im Auflauf und fühlen sich in Nachbarschaft zahlreicher anderer mediterraner Gemüse pudelwohl.

Trotzdem war ihr Siegeszug einer mit Hindernissen: Die Perser schrieben ihr ganz und gar schauerliche Eigenschaften zu, die Venezianer und die Italiener der Renaissance allgemein misstrauten ihr ausgesprochen stark und ihre ursprüngliche Bitterkeit sorgte auch ansonsten eher für übertriebene Vorbehalte. Die Inder und Asiaten dagegen verehrten die Aubergine und erhoben sie sozusagen in den Adelsstand. Spannend.

Die Aubergine

2. Blattsalat

Man kann Salat nicht pflücken!

Es gibt einfach keinen Salat, zumindest nicht, wenn man das Thema botanisch betrachtet. Wussten Sie das? Können Sie sich vorstellen, warum man Salat nicht pflanzen, geschweige denn ernten kann? Was wissen Sie über den Lattich? Oder die Gemeine Wegwarte? Astern? Nicht so viel? Dann können Sie aber bestimmt sagen, wie das altägyptische Wort für „Januar“ ist!

Blattsalate sind viel älter, als manche so glauben, schon die Römer verspeisten ihren Lactuca mit großem Genuss. Warum nannten sie den Romana „den Milchigen“? Woher hat der Chicorée eigentlich seinen Namen? Und vor allem: Was ist denn nun ein typischer Blattsalat?

Alles über Blattsalat

3. Chili

Die scharfe Köstlichkeit

Die einen lieben, die anderen fürchten sie wie der Teufel das Weihwasser. Obwohl es die Chili in zahllosen Arten und Schärfegraden gibt – von ehrlich wirklich ziemlich mild bis unfassbar atemlos höllenscharf –, hat sich die Frucht in vielen Köpfen als wahrer Angstgegner festgesetzt. Dabei ist eine Chili nichts anderes als die Urform unserer Gemüsepaprika und wer sich ein bisschen mit der Frucht auskennt, wird auch in der Küche ein paar kardinale und schweißtreibende Fehler zu vermeiden wissen.

Denken Sie, dass der Name auf Chile als Herkunftsland hinweist? Sind rote Chilis eigentlich schärfer als grüne? Warum wird ausgerechnet in warmen Ländern so gerne so scharf gegessen?

Hier sind die Fakten über die Chili

Pflücksalat und Schnittsalat

Blatt für Blatt

Im Grunde haben wir es mittelalterlichen Mönchen zu verdanken, dass wir heute unseren Salat in so schöner Vielfalt genießen können. Die hatten nämlich in ihren Klostergärten eine clevere Methode zu Aufzucht und Ernte von Blattsalat & Co. entwickelt, die auch funktionierte, ohne dass man die ganzen Köpfe abernten musste. Was genau sie da gemacht haben? Was bei einer satzweisen Aussaat passiert? Was eigentlich gar keine „Salatpflanzen“ und was sehr typische Pflücksalate sind? Wie die Italiener die Sache angehen? Welche Pflanze hinter dem „Schmalblättrigen Doppelsamen“ steckt und vor allem: Was der gemeine Feldsalat mit den Brüdern Grimm zu tun hat?

Hier lesen Sie mehr über Pflücksalat und Schnittsalat

4. Spargel

Veronika!

Wussten Sie, dass Deutschland Europas größter Spargelproduzent ist? International belegen wir zwar nur den vierten Platz, aber gegen China mit seinen knapp 7,9 Millionen Tonnen haben wir mit unseren gerade mal gut 130.000 Tonnen nicht viel zu melden. Egal! Erstens wachsen hier gute und sehr gute Qualitäten und zweitens steigt unsere Lust nach dem Edelgemüse Jahr für Jahr kontinuierlich an.

Und jetzt die Gretchenfragen: Wann genau beginnt und endet eigentlich in Deutschland die Spargelsaison? Woran erkennt man die Qualität? Was genau ist der Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel? Worauf sollte man beim Einkauf, in der Küche und bei der Zubereitung unbedingt achten?

Spargel

5. Tomate

Der Apfel aus dem Paradies

Jeder von uns isst zwar etwa 22 Kilogramm Tomaten pro Jahr und die Tomate ist aus unseren Küchen und Speisekarten heutzutage auch kaum mehr wegzudenken, aber das ist noch gar nicht so lange der Fall, wie wir vielleicht meinen. Tatsächlich trat sie ihren grandiosen Siegeszug in Westdeutschland erst um 1950 herum an: 450 Jahre, nachdem Kolumbus sie dereinst mitgebracht hatte.

Ursprünglich hatten ihr die Azteken bzw. die Maya übrigens einen umwerfend originellen Namen bzw. eine tolle Namensdeutung verpasst, mit der Sie der Star auf der nächsten Feier sind – und zusätzlich zu diesem Partywissen haben wir auch noch ein paar handfeste Küchentipps für Sie.

Über Tomaten

6. Kürbis

Prachtburschen

Von winzig klein bis gigantisch, von faserig zäh und ungenießbar bis butterweich, höchst aromatisch und ausgesprochen vielfältig: Der Kürbis ist nicht nur eine wirklich uralte Kulturpflanze, die mittlerweile die ganze Welt erobert hat, er steckt auch voller Überraschungen, was seine Geschichte und seine Verwandten anbelangt.

Hokkaido? Butternut? Moschus? Wir klären auf!

Über Kürbisse