Raclette-Guide

Die Pfannen sind wieder los! Über Weihnachten und Silvester ist Raclette unser treuer Begleiter. Die Kombination aus geschmolzenem Käse, der sich über die verschiedensten Zutaten verteilen und mit Kartoffeln oder Brot genießen lässt, ist einfach zu gut ... Warum das Pfannenwunder so viel mehr ist als gemeinsames Essen, wie Ihnen ein unvergesslicher Raclette-Abend gelingt und warum Raclette auch süß richtig gut schmecken kann, lesen Sie hier!

Warum Raclette?

Raclette ist nicht etwa nur ein Gericht, Raclette ist ein Erlebnis, Raclette verbindet! Es fördert das Beisammensein im Freundes- und Familienkreis, regt die Gesprächskultur an und schmeckt obendrein einfach fantastisch! Schon die Vorbereitung läuft meist gänzlich anders ab, als es bei anderen Gerichten der Fall ist. So trifft man sich hier bereits gemeinsam in der Küche und schnippelt, was das Zeug hält. Schließlich soll es für das Festmahl ja genügend Auswahl geben, und das funktioniert mit vereinten Kräften entschieden besser. Als Faustregel gilt übrigens: zwei Pfännchen pro Gast! So ist sichergestellt, dass niemand lange auf die nächste Portion warten muss. Sind die Vorbereitungen dann abgeschlossen, kann es losgehen mit der wilden Käseparty! Kreativ werden und die Pfännchen nach Lust und Laune füllen ist jetzt das Motto, und nicht selten dauert die Raclette-Session bis in die frühen Morgenstunden …

Die richtige Getränkewahl …

Um den tollen Geschmack des Raclettes passend zu untermalen, ist bei der Getränkewahl ein wenig Feingefühl gefragt! Besonders gut eignet sich hierfür eine Auswahl an Weiß-, Rosé- oder Rotweinen. Durch ihre gehaltvolle Wirkung verstärken sie das Käsearoma und heben den Geschmack hervor. Wenn Sie es wirklich ganz original haben möchten, servieren Sie Ihren Gästen einen sogenannten Fendant: einen trockenen Weißwein, der wie das Raclette selbst aus dem Schweizer Kanton Wallis kommt. Er harmoniert fantastisch mit dem Raclette-Käse. Sollten Hähnchen oder Fisch Bestandteil Ihres Raclette-Essens sein, eignet sich auch hier Weißwein. Anders bei Lamm und Rind! Zum kräftigen Fleischgeschmack harmonieren am besten Rotweine mit kräftiger Note. Vegetarische Variationen können sowohl von Weiß- als auch Rotweinen begleitet werden. Eine gute alkoholfreie Alternative sind aber auch Kräutertees, die in der kalten Jahreszeit ja ohnehin schon eine besondere Bedeutung genießen.

Das Raclette Know-How

Für einen unvergesslichen Raclette-Abend ist die Vorbereitung ganz entscheidend! Bevor Sie Ihre Gäste empfangen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie einen funktionierenden Raclette-Grill haben. Wichtig ist auch die rechtzeitige Vorbereitung der Zutaten. Nichts stört den Gesprächsfluss später mehr als ständige Ausflüge in die Küche, um Zutaten nachzuholen. In diesem Fall gilt also tatsächlich: lieber zu viel als zu wenig! Ganz besonders trifft das auf den Käse zu, ist er doch die wichtigste Zutat und der eigentliche Star des Abends. Ein gelungenes Raclette-Essen zeichnet sich vor allem durch eine gewisse Wohlfühlatmosphäre und Gemütlichkeit aus. Dies können Sie mit etwas Dekoration oder der passenden Hintergrundmusik erreichen. Um die anschließende Geschirrspüldauer zu minimieren, empfiehlt es sich, jedem Gast ein paar Zusatzservietten zu geben. So lassen sich die Pfännchen zwischendurch immer wieder leicht auswischen und der Käse verklebt nicht. Bleiben am Ende des Abends Zutaten übrig, lassen sich diese in Form von Eintopf oder Auflauf am Folgetag problemlos weiterverwenden. 

Seien Sie kreativ

Für ein gutes Raclette-Essen braucht es nicht viel. Etwas Raclette-Käse, einen Raclette-Grill, Kartoffeln als Beilage und eine Handvoll Zutaten wie Gemüse, Fleisch, Geflügel oder auch Fisch zum Braten in der Pfanne. Und fertig ist der Gaumenschmaus. Aber lösen wir uns doch mal von der Norm und wagen dieses Jahr etwas Neues. Das Reuben-Sandwich gilt in den USA als absoluter Klassiker. Wussten Sie, dass es auch als Raclette-Variante funktionieren kann? Gerne darf es aber auch mal ohne Fleisch sein, so ist die Rosenkohl-Gorgonzola-Variation eine fantastische Alternative für alle Vegetarier unter Ihnen.

Raclette-Variante Reuben

Das brauchen Sie: Sauerkraut, Butter, Pastrami, Essiggurken

Für das Russian-Dressing: fein gehackte Zwiebeln, Ketchup, Mayonnaise, etwas Tabasco, Meerrettich, Worcester-Soße, Paprika und Salz

Sauerkraut in Butter rösten und mit Pfeffer oder Kümmel würzen.

Für das Russian-Dressing alle Zutaten miteinander verrühren.

Pfännchen nacheinander befüllen mit Sauerkraut, Pastrami, Essiggurken, Russian-Dressing und Raclette Käse.

Raclette-Variante Rosenkohl-Gorgonzola

Das brauchen Sie: Balsamico-Zwiebeln, Rosenkohl, Kartoffeln, Gorgonzola

Zuerst den Rosenkohl und die Kartoffeln garen, die Kartoffeln nach Wunsch pellen.

Im Anschluss den Rosenkohl und die Kartoffeln halbieren und die Pfännchen damit befüllen. Mit Balsamico-Zwiebeln und dem in Streifen geschnittenen Gorgonzola verfeinern und anbraten.

 

Leichte Kost, bitte! 

Einem guten Raclette kann durchaus eine kleine Vorspeise vorausgehen! Mit einem feinen Salat oder kalt eingelegtem Gemüse wird der Appetit so schon mal angeregt. Die ausgewählten Vorspeisen sollten im Gegensatz zum gehaltvollen Raclette-Käse jedoch leicht bekömmlich sein. Fenchel ist hier eine tolle Möglichkeit! Gleiches gilt für das Dessert: Hier funktionieren Früchtevariationen oder auch ein Fruchtsorbet sehr gut.

Die süße Verlockung ...

Ob Pfannkuchen, Waffeln oder Kekse – mit den Pfännchen lässt sich allerlei Süßes zaubern! Sie können also jederzeit und beliebig von herzhaft in den Naschmodus wechseln. In der erwärmten Pfanne lässt sich leicht die Lieblingsschokolade schmelzen, dazu kombinieren Sie geschnittene Orangenfilets. Ihre Gäste werden garantiert begeistert sein! Weitere Variationen sind zum Beispiel Bananen-Kokos-Pfännchen oder die unschlagbar gute Birnen-Camembert-Kombination. Auf den Geschmack gekommen? Hervorragend! Hier finden Sie drei Rezeptideen zum Thema Raclette-Dessert.

Birnen-Camembert-Pfännchen

Birnen, Camembert, Honig, Walnüsse

Birnenscheiben zurechtschneiden und in die Pfännchen geben. Camembert und Walnüsse darauf verteilen und anbraten. Zum Schluss den Honig darüberträufeln.

Orangen-Schokoladen-Pfännchen

Orangen, Schokoladensoße

Die Orangen filetartig zurechtschneiden und mit Schokoladensoße in die Pfanne geben. Alternativ nach dem Anbraten noch mit Likör verfeinern! Statt der Orangen eignen sich alternativ auch hervorragend Erdbeeren!

Bananen-Kokos-Pfanne

Bananen, Kokosstreusel, Nutella

Die Bananenscheiben zurechtschneiden und in die Pfännchen geben. Dann das Nutella darüberstreichen und unter der Hitze des Raclette-Grills zerlaufen lassen. Im Anschluss die Pfännchen herausnehmen und Kokosstreusel darüber streuen.