Chili

Ob Sie es glauben oder nicht: Die Chili ist nichts anderes als eine Paprikaschote. Botanisch gesehen gibt es nichts, was eine höllisch scharfe Chili von der milden Gemüsepaprika unterscheidet.

Im Gegenteil! Erst durch gezielte Züchtung verlor die heutzutage süße Paprika nach und nach ihr Capsaicin, also den Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Die „Original-Paprika“ war von jeher scharf und gerade das wurde an ihr so geschätzt.

Der Ursprung der Chilischote

Wie so oft liegt auch der Ursprung dieser Pflanze in Südamerika, wo Hinweise darauf gefunden wurden, dass die Chili schon seit ca. 7000 vor Christus als Nutzpflanze diente. Erste Züchtungen fanden wohl ab ungefähr 5000 vor Christus statt – und in Chile gibt es keine Belege dafür, dass Chilis hier in irgendeiner Frühform vorgekommen wären. Viel wahrscheinlicher dafür sind Brasilien, Bolivien und Mexiko. Der Name geht auf den Begriff „Chilli“ zurück, wie ihn die Azteken in ihrer Sprache, dem Nahuatl, verwendeten.

Zur „Paprika“ wurde die Schote erst in Europa, was wohl daran lag, dass Kolumbus sie zwar mitbrachte, sie aber wegen ihrer Schärfe und vor allem wegen seiner Illusion, Indien erreicht zu haben, hoffnungsvoll zu einer Unterform des Pfeffers erklärte. Pfeffer heißt auf Lateinisch „piper“. Von da an war es nicht mehr weit zum „pepper“ oder eben bis zu Paprika.

Woher kommt die Schärfe der Chili?

Noch mal zurück zum Capsaicin. Dass Chilis sehr scharf sein können, verdanken sie diesem Alkaloid, über das man ein paar Dinge wissen sollte: je näher am Stiel, umso mehr Capsaicin. Auch die Fruchtkerne enthalten besonders viel von dem Stoff. Wenn Sie also den Geschmack der Chili zu schätzen wissen, aber mit der Schärfe nicht so gut klarkommen, dann nehmen Sie alle Kerne heraus und verwenden nur das Fruchtfleisch von der Spitze bis höchstens zur Hälfte der Schote. Übrigens bildet sich das Capsaicin mit zunehmender Reife wieder zurück, sodass rote Chilis vergleichsweise milder sind als die grünen derselben Sorte. Ein grünes Thai-Curry ist darum auch deutlich schärfer als ein rotes.

Capsaicin führt durch seine Schärfe dazu, dass wir vermehrt schwitzen – was durch die hierdurch entstehende Verdunstungskälte dafür sorgt, dass die Körpertemperatur insgesamt abnimmt, und das ist in besonders warmen Gegenden natürlich sehr erstrebenswert. Auch der Schärfeschock ist interessant, weil das hierdurch ausgeschüttete Endorphin ein leichtes Glücksgefühl erzeugt, das ebenfalls von vielen Chili-Freunden geschätzt wird.

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